LoRa-Airtime-Rechner

Sendezeit (Time on Air) von LoRa-, LoRaWAN- und Meshtastic-Paketen berechnen, dazu Nachrichten pro Stunde im Duty Cycle, TTN-Fair-Use und Empfindlichkeit.

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Protokoll

Fügt 13 Byte LoRaWAN-Header und MIC zu den Nutzdaten hinzu.

Spreading Factor

EU868-Datenrate DR5

kHz
Byte

23 Byte auf der Luft

Sendezeit
61,7 ms
Max. pro Stunde
583
bei 1 % Duty Cycle
Min. Abstand6,2 s
TTN-Fair-Use (30 s/Tag)486 Nachrichten pro Tag
Symboldauer1 ms
Nutzdaten-Symbole48
Bitrate5.469 bit/s
Low-Data-Rate-Optimierungaus
Empfindlichkeit (Schätzung)-124,5 dBm

Empfindlichkeit geschätzt aus −174 dBm/Hz + 10·log10(Bandbreite) + 6 dB Rauschzahl + SNR-Grenze des Spreading Factors.

Im Funkstrecken-Rechner verwenden →

Alle Spreading Factors bei 125 kHz

SFSendezeitMax. pro StundeEmpfindlichkeit (Schätzung)
61,7 ms583-124,5 dBm
113,2 ms318-127 dBm
205,8 ms174-129,5 dBm
370,7 ms97-132 dBm
823,3 ms43-134,5 dBm
1,483 s24-137 dBm

Über dieses Tool

LoRa-Funk erreicht große Reichweiten, weil er sehr langsam sendet. Wie lange ein Paket die Frequenz belegt – die Time on Air oder Sendezeit –, hängt vor allem vom Spreading Factor, der Bandbreite und der Paketgröße ab. Der LoRa-Airtime-Rechner bestimmt sie mit der Formel aus dem Semtech-Datenblatt, für reines LoRa, LoRaWAN (+13 Byte Header) und Meshtastic (+16 Byte Header).

Im 868-MHz-Band dürfen Geräte in der EU in den meisten Teilbändern nur 1 % der Zeit senden. Der Rechner zeigt, wie viele Nachrichten pro Stunde das erlaubt und welcher Mindestabstand einzuhalten ist, bei LoRaWAN zusätzlich die Fair-Use-Grenze von The Things Network (30 s Sendezeit pro Tag). Eine Tabelle vergleicht alle Spreading Factors mit Sendezeit und geschätzter Empfindlichkeit.

In den erweiterten Parametern lassen sich Coding Rate, Präambel, Duty Cycle, Header, CRC und Low-Data-Rate-Optimierung einstellen sowie alle Bandbreiten von 7,8 bis 500 kHz wählen. Mit der geschätzten Empfindlichkeit kannst du direkt im Funkstrecken-Rechner die Reichweite abschätzen. Alles wird im Browser berechnet.

So funktioniert’s

  1. Wähle das Protokoll, den Spreading Factor und die Bandbreite.
  2. Gib die Größe der Nutzdaten in Byte ein – den Protokoll-Header rechnet der Rechner selbst dazu.
  3. Lies Sendezeit, erlaubte Nachrichten pro Stunde und Mindestabstand ab; für Sonderfälle aktivierst du die erweiterten Parameter.

Häufige Fragen

Wie wird die LoRa-Airtime berechnet?

Ein Symbol dauert 2^SF / Bandbreite, bei SF7 und 125 kHz also 1,024 ms, bei SF12 32,8 ms. Die Präambel dauert (Präambellänge + 4,25) Symbole, dazu kommen 8 Symbole und je nach Nutzdaten, Coding Rate, Header und CRC weitere Blöcke. 10 Byte LoRaWAN-Nutzdaten (23 Byte auf der Luft) brauchen so bei SF7 etwa 62 ms und bei SF12 fast 1,5 s.

Wie viele Nachrichten darf ich pro Stunde senden?

Bei 1 % Duty Cycle darf ein Gerät 36 s pro Stunde senden. Mit 62 ms pro Nachricht sind das 583 Nachrichten pro Stunde, bei SF12 mit 1,48 s nur noch 24 – also mindestens alle 2,5 Minuten eine. The Things Network erlaubt im Rahmen der Fair-Use-Regel zusätzlich nur 30 s Sendezeit pro Tag und Gerät.

Was bringt ein höherer Spreading Factor?

Jede SF-Stufe verdoppelt die Symboldauer und verbessert die Empfindlichkeit um etwa 2,5 dB. SF12 hört bei 125 kHz Signale bis etwa −137 dBm, SF7 nur bis etwa −124,5 dBm. Der Preis ist die Sendezeit: Pakete dauern bis zu 25-mal länger, belegen den Kanal länger und verbrauchen mehr Energie.

Was ist die Low-Data-Rate-Optimierung?

Bei sehr langen Symbolen (über 16 ms) wird die Übertragung empfindlich gegen Frequenzdrift. Die Low-Data-Rate-Optimierung nutzt dann weniger Bits pro Symbol, was die Sendezeit etwas verlängert. LoRaWAN schaltet sie bei SF11 und SF12 mit 125 kHz ein; der Rechner macht das automatisch, in den erweiterten Parametern kannst du sie erzwingen oder abschalten.