Über dieses Tool
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Sein Name besteht aus einer Zahl (Terz, Quinte, Sexte …), die sich aus den Notennamen ergibt, und einer Qualität (rein, groß, klein, übermäßig, vermindert), die von den Halbtönen abhängt. Deshalb sind C–E (große Terz) und C–Fes (verminderte Quarte) verschiedene Intervalle, obwohl beide vier Halbtöne umfassen. Der Intervall-Rechner bestimmt den korrekten Namen aus zwei Tönen.
Dazu zeigt er Halbtöne, Umkehrung, das Frequenzverhältnis in reiner Stimmung (z. B. 3:2 für die Quinte) und wie stark die gleichstufige Stimmung davon abweicht. Mit Oktaven (C4, E5) erkennt er auch zusammengesetzte Intervalle wie die Dezime und absteigende Intervalle. Umgekehrt findet er den Ton, der ein bestimmtes Intervall über oder unter einem Ton liegt – praktisch für Harmonielehre, Gehörbildung und zum Stimmen. Ganze Akkorde zerlegt der Akkord-Finder.
So funktioniert’s
- Wähle, ob du das Intervall zwischen zwei Tönen bestimmen oder einen Ton plus Intervall berechnen willst.
- Gib die Töne ein (z. B. E und C oder mit Oktave E4 und C5) bzw. wähle Ton, Intervall und Richtung.
- Lies Name, Halbtöne und Verhältnis ab und höre dir das Intervall nacheinander oder zusammen an.
Häufige Fragen
Was bedeuten die Kurznamen wie M3, P5 oder A4?
Sie sind international üblich: P steht für rein (perfect), M für groß (major), m für klein (minor), A für übermäßig (augmented) und d für vermindert (diminished); die Zahl ist das Intervall. M3 ist also die große Terz, P5 die reine Quinte, A4 die übermäßige Quarte (Tritonus).
Warum ist E nach C eine kleine Sexte und nicht eine große Terz?
Ohne Oktavangabe nimmt der Rechner den zweiten Ton als den nächsten darüber an. Von E aufwärts bis zum nächsten C sind es acht Halbtöne und sechs Stammtöne – eine kleine Sexte. Gibst du Oktaven an (E4 und C4), erkennt er auch absteigende Intervalle; E4 → C4 ist eine große Terz abwärts.
Was ist die Umkehrung eines Intervalls?
Bei der Umkehrung wird der untere Ton eine Oktave nach oben gelegt. Die Zahlen ergänzen sich zu 9 (Terz ↔ Sexte, Quarte ↔ Quinte), groß wird zu klein, übermäßig zu vermindert, rein bleibt rein. Die große Terz C–E wird so zur kleinen Sexte E–C.
Was zeigen reines Verhältnis und Abweichung?
In reiner Stimmung klingen Intervalle mit einfachen Frequenzverhältnissen besonders ruhig: Oktave 2:1, Quinte 3:2, große Terz 5:4. Klaviere und Gitarren sind dagegen gleichstufig gestimmt, alle Halbtöne sind genau 100 Cent groß. Die große Terz ist dadurch etwa 14 Cent höher als rein, die Quinte nur etwa 2 Cent tiefer.
Welche Intervalle gelten als konsonant?
Der Rechner nennt reine Intervalle (Prime, Quarte, Quinte, Oktave) sowie große und kleine Terzen und Sexten konsonant, alle übrigen dissonant. Die Quarte wird in der klassischen Satzlehre je nach Zusammenhang auch als Dissonanz behandelt.