Über dieses Tool
Vom Bruttogehalt gehen in Deutschland Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und die Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung ab. Der Brutto-Netto-Rechner berechnet alle Posten pro Monat und pro Jahr – für alle Steuerklassen, mit Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer nach Bundesland (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, sonst 9 %) und den Beitragsbemessungsgrenzen.
Die Lohnsteuer folgt dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums, nach dem auch Lohnabrechnungsprogramme rechnen – inklusive Vorsorgepauschale und Steuerklassen V und VI. Midijobs im Übergangsbereich, Minijobs und private Krankenversicherung mit Arbeitgeberzuschuss werden ebenfalls berücksichtigt. Die Rechnung läuft vollständig in deinem Browser; dein Gehalt wird nirgendwohin gesendet.
Alle Beitragssätze, Grenzen und Tarifwerte liegen je Jahr in einer versionierten Datei mit Quellenangabe und Prüfdatum. Ein automatischer Abgleich vergleicht die Lohnsteuer jede Woche mit dem offiziellen Rechner des Bundesfinanzministeriums und meldet, sobald die Werte für ein neues Jahr veröffentlicht sind. Fehlen die Werte für das laufende Jahr noch, weist der Rechner darauf hin.
So funktioniert’s
- Gib dein Bruttogehalt ein und wähle, ob es ein Monats- oder Jahresbetrag ist.
- Wähle Jahr, Steuerklasse, Bundesland und – falls zutreffend – Kirchensteuer, Kinderfreibeträge und die Zahl deiner Kinder.
- Lege die Krankenversicherung fest: gesetzlich mit dem Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse oder privat mit deinem Monatsbeitrag.
- Lies Netto, Abzüge und Arbeitgeberkosten ab; die Tabelle zeigt jeden Posten pro Monat und pro Jahr.
Häufige Fragen
Welche Steuerklasse habe ich?
Ledige haben Steuerklasse I, Alleinerziehende II. Verheiratete wählen III/V (der Partner mit dem höheren Einkommen nimmt III) oder IV/IV. Steuerklasse VI gilt für einen zweiten und jeden weiteren Job. Deine Steuerklasse steht auf deiner Gehaltsabrechnung.
Warum ändert sich die Lohnsteuer mit Kinderfreibeträgen nicht?
Für Kinder bekommst du während des Jahres Kindergeld; die Kinderfreibeträge senken deshalb bei der Lohnsteuer nur Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Ob der Freibetrag günstiger ist als das Kindergeld, prüft das Finanzamt erst bei der Steuererklärung.
Warum zahle ich ohne Kinder mehr Pflegeversicherung?
Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten. Eltern zahlen den regulären Anteil, ab dem zweiten Kind unter 25 sinkt er um 0,25 Punkte je Kind (bis zum fünften Kind). In Sachsen tragen Beschäftigte einen höheren Anteil, weil dort der Buß- und Bettag ein Feiertag geblieben ist.
Was ist der Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung?
Zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % erhebt jede Krankenkasse einen eigenen Zusatzbeitrag, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen. Der Rechner setzt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag des Jahres ein; trage den Satz deiner Krankenkasse ein, um genauer zu rechnen.
Was ändert sich bei einem Midijob oder Minijob?
Im Übergangsbereich (Midijob) zahlst du Sozialversicherungsbeiträge nur auf eine reduzierte Bemessungsgrundlage, die bis zur Obergrenze auf das volle Gehalt ansteigt. Bei einem Minijob geht der Rechner von der Pauschalbesteuerung durch den Arbeitgeber aus; du zahlst nur die Aufstockung zur Rentenversicherung, sofern du dich nicht befreien lässt.
Wie aktuell sind die Werte?
Unter der Tabelle siehst du, aus welchem Jahr die Werte stammen, wann sie zuletzt geprüft wurden und welche Quellen zugrunde liegen. Neue Werte werden ergänzt, sobald Bundesfinanzministerium und Bundesregierung sie für das kommende Jahr veröffentlicht haben – meist im November und Dezember.