Über dieses Tool
Jedes Filament braucht andere Einstellungen: PLA druckt sich bei rund 200 °C fast von selbst, PC braucht fast 300 °C, ein heißes Bett und ein geschlossenes Gehäuse. Die Übersicht zeigt für elf gängige Materialien die typischen Bereiche für Düse, Bett und Bauteillüfter, ob ein Gehäuse nötig ist und wie man das Filament trocknet.
Dazu kommen Dichte, Glasübergangstemperatur als Anhaltspunkt für die Wärmebeständigkeit, wie schnell das Material Feuchtigkeit zieht und ob es eine gehärtete Düse braucht. Die Werte sind typische Herstellerangaben, die einzelne Marken weichen ab.
So funktioniert’s
- Wähle oben ein Material.
- Lies Temperaturen, Lüfter, Gehäuse und Trocknung in der Detailansicht ab.
- Vergleiche in der Tabelle unten die Temperaturen aller Materialien und wechsle per Klick.
Häufige Fragen
Warum soll ich Filament trocknen?
Viele Kunststoffe ziehen Wasser aus der Luft. Im Hotend verdampft es, das Ergebnis sind Knistern, Blasen, Fäden und schwache Teile. Besonders Nylon, PC, TPU und PVA sollten vor dem Druck getrocknet und trocken gelagert werden.
Was bedeutet die Glasübergangstemperatur?
Ab dieser Temperatur wird ein amorpher Kunststoff weich. PLA verformt sich deshalb schon bei rund 55 bis 60 °C, etwa im Auto in der Sonne. Bei teilkristallinen Materialien wie Nylon oder PP sagt der Wert wenig über die Wärmebeständigkeit aus und fehlt deshalb.
Wann brauche ich eine gehärtete Düse?
Bei Filamenten mit Carbon- oder Glasfasern, Metall- oder Leuchtpigmenten. Sie schleifen eine Messingdüse in wenigen hundert Gramm aus. Gehärteter Stahl leitet Wärme schlechter, deshalb oft etwas heißer drucken.
Wie viel Filament ist auf der Spule?
Das hängt von der Dichte ab: 1 kg ABS ist deutlich länger als 1 kg PETG. Länge, Gewicht und Restmenge berechnet der Filament-Rechner, die Kosten eines Drucks der 3D-Druckkosten-Rechner.