Kerf-Rechner

Schnittbreite (Kerf) deines Lasers oder deiner CNC aus einem Testschnitt bestimmen und die Zeichenmaße für Teile, Löcher, Schlitze und Presspassungen berechnen.

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1. Kerf messen

mm
mm

z. B. 10 aneinandergeschobene Streifen – genauer als ein Teil

Kerf
0,18 mm
Versatz pro Seite
0,09 mm

2. Zeichenmaße

mm

z. B. die gemessene Materialstärke für einen Schlitz

mm

positiv = lockerer, negativ = Presspassung

Teil (Zapfen, Außenkontur) zeichnen mit3,18 mm
Loch oder Schlitz zeichnen mit2,82 mm

Die meisten Laserprogramme können den Versatz pro Seite auch automatisch anwenden (oft „Kerf-Offset“). Dann zeichnest du mit dem gewünschten Maß.

Über dieses Tool

Ein Laserstrahl oder Fräser trägt beim Schneiden eine schmale Fuge ab, den Kerf. Bei Lasern sind das je nach Material und Fokus meist 0,1 bis 0,3 mm. Ausgeschnittene Teile werden deshalb um einen Kerf kleiner als gezeichnet, Löcher um einen Kerf größer. Bei Steckverbindungen und Fingerzinken entscheidet das über wackelig oder passgenau.

Im ersten Schritt bestimmst du den Kerf aus einem Testschnitt: Teil oder Loch zeichnen, schneiden, messen. Genauer wird es, wenn du mehrere gleiche Streifen aus einer Reihe schneidest und zusammen misst. Im zweiten Schritt rechnet das Tool aus, mit welchem Maß du Zapfen, Löcher und Schlitze zeichnen musst, auf Wunsch mit Spiel oder als Presspassung.

So funktioniert’s

  1. Schneide ein Testteil, z. B. ein Quadrat mit 20 mm, oder ein Loch und miss es mit dem Messschieber.
  2. Wähle, ob du ein Teil oder ein Loch gemessen hast, und trage gezeichnetes und gemessenes Maß ein.
  3. Gib das gewünschte Maß ein, etwa die Materialstärke für einen Schlitz, und optional ein Spiel.
  4. Zeichne Teile und Löcher mit den berechneten Maßen oder trage den Versatz pro Seite in deiner Lasersoftware ein.

Häufige Fragen

Warum ist der Kerf bei jedem Material anders?

Er hängt von Fokus, Leistung, Geschwindigkeit und Material ab. Dickes Holz brennt breiter weg als dünnes Acryl, und die Fuge ist oben oft breiter als unten. Miss den Kerf deshalb für jede Kombination aus Material und Einstellung, die du für Passungen nutzt.

Wie bekomme ich eine Presspassung?

Gib ein negatives Spiel ein, bei Sperrholz zum Beispiel −0,05 mm. Dann wird der Schlitz etwas enger als das Material und der Zapfen sitzt stramm. Für eine lockere Passung nimmst du ein positives Spiel.

Muss ich die Materialstärke messen?

Ja. 3-mm-Sperrholz ist oft 2,8 bis 3,2 mm dick, und genau das bestimmt die Schlitzbreite. Miss an mehreren Stellen und nimm den Mittelwert.

Gibt es eine fertige Box mit Fingerzinken?

Ja, der Laser-Box-Generator erzeugt eine Box als SVG und berücksichtigt Materialstärke und Kerf direkt. Welche Leistung und Geschwindigkeit dein Material braucht, findest du mit dem Laser-Testgitter-Generator heraus.